Schauspielerin und Schirmfrau Senta Berger mit Mädchen einer Schulklasse in der Ausstellung.
Schauspielerin und Schirmfrau Senta Berger mit Mädchen einer Schulklasse in der Ausstellung. © Dirk Eisermann

Weil wir Mädchen sind ...

Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika

Die Erlebnisausstellung Weil wir Mädchen sind ... stellte exemplarisch die Lebenssituation von Mädchen in der Sahelzone, in Indien und den Anden vor. Djenebou aus Mali, Asha aus Indien und Yoselin aus Ecuador zeigten zwischen Januar 2006 und April 2018 ihre Welt – mit bemerkenswertem Erfolg.

Weil wir Mädchen sind … präsentierte lokale Formen der Benachteiligung und Vernachlässigung von Mädchen, vor allem aber auch die bunten Seiten der drei fernen Regionen. Was all dies mit dem Leben hierzulande zu tun hat, wurde ebenfalls reflektiert, beispielsweise bei den Themen HIV/Aids oder frühe Mutterschaft. Die komplexen Inhalte wurden sensibel auch für ein jüngeres Publikum anschaulich gemacht.

Als Teil unserer Bewegung für Mädchen hatten wir von Plan International in Deutschland die Erlebnisausstellung initiiert, um die Aufmerksamkeit für die Situation von Mädchen in aller Welt zu wecken. Dafür engagiert sich auch Senta Berger. Die Schauspielerin hatte die Schirmherrschaft für unsere interaktive Schau übernommen.

Weil wir Mädchen sind … machte in rund zwölf Jahren in 20 Museen Station. Insgesamt 431.000 Besucherinnen und Besucher sahen die Ausstellung – unter anderem in Bonn (LVR-LandesMuseum), Dortmund (DASA), Hannover (Historisches Museum), Insel Mainau/Bodensee, Leipzig (Stadtgeschichtliches Museum), München (Museum Mensch und Natur), Offenbach (DLM Ledermuseum), Speyer (Historisches Museum der Pfalz), Wilhelmshaven (UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum) sowie in Bern/Schweiz (Polit-Forum des Bundes).

Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika

Mitmachen und Mitmischen – Weil wir Mädchen sind ... erlaubte dem Publikum, viele alltägliche Situationen von Mädchen in fernen Ländern interaktiv mitzuerleben, nachzuempfinden und besser zu verstehen.

Von den Benachteiligungen, unter denen etliche Kinder weltweit aufwachsen, sind Mädchen in vielen Ländern schwerer betroffen als Jungen. Ein Schulbesuch, medizinische Versorgung, ausreichend Nahrung – davon kann so manches Mädchen in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nur träumen, obwohl die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen eine Gleichbehandlung aller verlangt.

Um für mehr Chancengleichheit und faire Lebensbedingen aller Mädchen und Jungen zu sorgen, startete Plan International Deutschland die globale Bewegung Because I am a Girl. Teil der Aktivitäten war die Ausstellung Weil wir Mädchen sind ..., die die Besucherinnen und Besucher einfühlsam in andere Lebenswelten mitnahm und sie sensibel zum Alltag von Mädchen hierzulande in Bezug setzte.

„Jugendliche […], die die Schau bereits besichtigten, fanden sie äußert spannend: „Ich kann sie nur empfehlen. Es ist aufregend, sich in eine andere Lebenswelt zu versetzen", erzählt beispielsweise Kristin.“ – Leipziger Volkszeitung

„Sicher ist schon jetzt, dass diese Erlebnisausstellung einer der ganz großen Würfe im norddeutschen Raum ist: unterhaltsam, bunt, spannend, lehrreich im besten Sinne.“ – Hamburger Abendblatt

„Es ist eine ungewöhnliche Ausstellung […] Anfassen ist in dieser Ausstellung ausdrücklich erlaubt. Dem Betrachter soll aber auch klar werden, welchen Menschenrechtsverletzungen Kinder ausgesetzt sind.“ – Frankfurter Rundschau

„Ein hartes Thema ist es, das sich die Macher der Wanderausstellung vom Verein Plan International vorgenommen haben. Trotzdem ist es ihnen gelungen, die Themen unterhaltsam aufzubereiten, sodass die Besucher nicht mit einem flauen Gefühl im Magen nach Hause gehen, sondern mit der Gewissheit, etwas gelernt, die Welt ein bisschen besser kennengelernt zu haben.“ – WAZ Westdeutsche Allgemeine

„Das Leben ist ein einziges Lotteriespiel. Das Schicksal entscheidet, in welche Verhältnisse ein Kind hineingeboren wird. Das zeigt ein großes Glücksrad in der Erlebnisausstellung Weil wir Mädchen sind ...“ – Weser-Kurier

„Mut machen und auf die weltweite Ungleichbehandlung von Mädchen hinweisen – das will auch die vom Kinderhilfswerk Plan International konzipierte Sonderausstellung Weil wir Mädchen sind …“ – Hannoversche Allgemeine Zeitung

„Was die meisten SchülerInnen nach dem Ausstellungsbesuch anders sehen als zuvor, das ist die Schulpflicht: „Wir dürfen zur Schule gehen", freut sich Jennifer – neuerdings.“ – taz – die tageszeitung

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